Namensänderung

Namensrecht und Namensänderungen

Österreichische Staatsbürger im Ausland unterliegen dem Österreichischen Namensrecht. Im Ausland durchgeführte Namensänderungen bzw. anderslautende namensrechtliche Bestimmungen (z.B. Führen des Familiennamens des unehelichen Vaters, Weiterführen des Mädchennamens nach Eheschließung im Ausland, Wiederannahme eines früheren Namens, etc.) werden in Österreich nicht automatisch anerkannt.

Seit 1. April 2013 können Kinder und auch ganze Familien einen unter Verwendung der Namen von zwei Personen gebildeten Doppelnamen erhalten. Dabei kann aber nur ein aus höchstens zwei Teilen bestehender Name ausgewählt werden. Dadurch werden unübersichtliche Namensketten vermieden. Der Grundsatz, dass Ehegatten einen gemeinsamen Familiennamen führen sollen, wird weiterhin gelten. Deshalb werden Sie dazu angehalten, einen gemeinsamen Familiennamen zu bestimmen. Wenn Sie das nicht tun, behalten Sie ihre bisherigen Familiennamen bei. Darüber hinaus wurde auch die Namensführung eingetragener Partner angepasst.

Bei Kindern wird zunächst darauf abgestellt, ob die Eltern einen gemeinsamen Familiennamen führen. Ist dies der Fall, wird dieser Name mit der Geburt des Kindes dessen Familienname. Es wird aber auch vorgesehen, dass der im Zuge der Eheschließung von nur einem Elternteil bestimmte Doppelname zum Familiennamen des Kindes bestimmt werden kann. Führen die Eltern keinen gemeinsamen Familiennamen, kann der Familienname eines Elternteils zum Familiennamen des Kindes bestimmt werden. Zudem kann das Kind einen aus den Familiennamen beider Elternteile gebildeten Doppelnamen erhalten. Dem Wunsch, unehelichen Kindern den Familiennamen des Vaters zu geben und dem Anliegen, dass das Kind einen aus dem Familiennamen der Eltern gebildeten Doppelnamen führen kann, wird entsprochen.

Für Personenstandsfälle vor dem 1. April 2013 besteht ab 1. September 2013 die Möglichkeit, eine Erklärung zur Namensführung gemäß den neuen gesetzlichen Bestimmungen an der Österreichischen Botschaft Washington abzugeben. Sie können von der Möglichkeit der Namensbestimmung aber nur einmal Gebrauch machen.

Zusammenfassung:

Namensrechtliche Änderungen bei Eheschließung oder Verpartnerung:

  • Ohne Namensbestimmung behalten die Eheleute/PartnerInnen den bisherigen Namen (vor der Eheschließung).
  • Mögliche Namensbestimmungen für den gemeinsamen Familiennamen/Nachnamen: der Name einer der Eheleute/PartnerInnen, ein aus den Namen der Eheleute/PartnerInnen gebildeter Doppelname (Reihenfolge frei bestimmbar).
  • Mögliche Namensbestimmungen neben dem gemeinsamen Familiennamen/Nachnamen: Hinzufügung des bisherigen Namens (Reihenfolge frei bestimmbar) zu einem gemeinsamen Familienamen/Nachnamen; allenfalls Anpassung des Familiennamens/Nachnamens nach dem Geschlecht.
  • Zeitpunkt der Namensbestimmung: vor, bei oder nach der Eheschließung/Verpartnerung.

 
Namensgebung eines neugeborenen Kindes:

  • Ohne Namensbestimmung erhalten Kinder den gemeinsamen Familiennamen der (verheirateten) Eltern, in Ermangelung eines gemeinsamen Familiennamens den Namen der Mutter.
  • Mögliche Namensbestimmungen bei einem gemeinsamen Familiennamen der Eltern: der Doppelname eines Elternteils.
  • Mögliche Namensbestimmungen ohne gemeinsamen Familiennamen der Eltern: der Name eines Elternteils, ein aus den Namen der Eltern gebildeter Doppelname (Reihenfolge frei bestimmbar); allenfalls Anpassung des Familiennamens nach dem Geschlecht.
  • Zeitpunkt der Namensbestimmung: bei oder nach der Geburt.
  • Recht zur Namensbestimmung: einsichts- und urteilsfähige Kinder selbst (mit 14 Jahren), ansonsten die mit der Pflege und Erziehung betraute(n) Person(en), wobei mehrere damit betraute Personen im Einvernehmen (gemeinsam) zu handeln haben oder bei Versicherung der erfolgten Herstellung bzw. der Unzumutbarkeit der Herstellung des Einvernehmens auch einzeln handeln können.


Achtung: bei nachträglicher Eheschließung führt das Kind den bisherigen Namen weiter, auch wenn die Ehepartner (eine) namensrechtliche Änderung(en) des Familiennamens bestimmen. Für die Änderung des Familiennamens des Kindes muss eine zusätzliche Erklärung abgegeben werden.

Für Personenstandsfälle vor dem 1. April 2013 sind Namensbestimmungen gemäß dem neuen Namensrecht erst ab 1. September 2013 möglich.

Ausführliche Informationen zur Vor- und Nachnamensänderung finden Sie auf www.help.gv.at

Erklärungen zur Namensbestimmung:

Benötigte Dokumente:

Persönliche Vorsprache:

Wenn der Antragstellende den Nachnamen des Ehepartners annehmen möchte oder einen Doppelnamen aus dem eigenen Nachnamen und dem Nachnamen des Ehegatten bilden möchte, muss auch der Ehepartner persönlich vorsprechen und muss auf der Ehenamensrechtlichen Erklärung mitunterschreiben.

Bei Wiederannahme eines bisher verwendeten Namens kann der Antragstellende alleine vorsprechen.

Der Antragstellende ist nach Änderung eines Namens dazu verpflichet einen neuen Reisepass zu beantragen.

 

Österreichische Botschaft
Konsularabteilung
3524 International Court, NW
Washington, D.C., 20008

E-Mail: consularsection[at]austria.org

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag, 10:30 bis 13:00 Uhr
(ausser U.S.-amerikanische und österreichische Feiertage)